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Grabstätte Kivik

Schwedens größtes Grab aus der Bronzezeit. Günstig gelegen in Österlen, genau vor Kivik, liegt ein mächtiges und mysteriöses Relikt der Bronzezeit.

Die Grabstätte Kivik ist etwa 3 000 Jahre alt. Doch nicht nur das Alter ist faszinierend sondern auch die Größe der Grabstätte. Der Durchmesser beträgt 75 Meter; damit ist diese Grabstätte das größte bis heute in Schweden bekannte Rundgrab. Genauso wie andere monumentale Bauwerke aus anderen Kulturen versteckt sich in diesem Grab ein mysteriöses Inneres. In der Grabkammer befinden sich zehn Steintafeln, auf die bildhafte Symbole graviert sind, welche die Phantasie des Besuchers anregen. Auf den Tafeln sind Bilder von Personen, Tieren, Booten und Waffen zu sehen. Es wird vermutet, dass diese Abbildungen eine Prozession oder Bestattungszeremonie darstellen.

Wir wissen nicht, wer oder was mit dieser Bestattung geehrt wurde. Frühere Studien nahmen an, dass der Tote ein Mann mittleres Alters war, vielleicht ein Stammesfürst. Daher wird der Grabhügel auch “Kungagraven” (Königsgrab) genannt. Neuere Untersuchungen der Überreste, die in der Kammer gefunden wurden, deuten an, dass das Grab für längere Zeit genutzt wurde, und dass die bestatteten Personen Jugendliche waren.

Grabplünderung

Wir wissen nicht, ob das Grab aufgrund von Kostbarkeiten oder Schätzen geplündert wurde. An einem Sommertag 1748 zerbrachen jedoch zwei Bauern die Steine im alten Grabhügel. Plötzlich fanden sie eine Steinkiste. Sie begannen das Grab auszukundschaften. Vielleicht konnte man einen Schatz finden!

Sie suchten die ganze Nacht nach dem Schatz im Grab. Bis heute ist nicht bekannt, was die beiden Männer fanden. Einem Gerücht zufolge fanden sie etwas Großes.

Archäologische Untersuchungen

In den 1930er Jahren wurden archäologische Untersuchungen am Grab vorgenommen. Die Archäologen gruben ein zerstörtes und geplündertes Grab aus. Es zeigt sich, dass der größte Grabhügel nicht ein sondern zwei Gräber enthielt! Direkt neben der großen Steinkiste fand man erhöhte Steinblöcke, die eine kleine Grabkammer formen. Sie wird aufgrund ihrer runden Form Prinzkammer genannt. Während ihren Untersuchungen rekonstruierten die Archäologen den Grabhügel und ließen einen Durchgang offen, sodass Besucher in die einst verschlossene Grabkammer eintreten können, um die kryptischen Steintafeln zu besichtigen.

Landschaft mit vielen historischen Denkmälern

In der Umgebung der beeindruckenden Grabstätte gibt es viele Überreste aus der Bronzezeit. Wenige hundert Meter entfernt liegt das Gräberfeld Ängakåsen. Vom Gräberfeld führt ein prähistorischer Weg hinunter ans Meer.