Svenska English von der Kulturgeschichte

Ales Stenar

Ale's Stones, between the sea and the sky. Photo: Harri Paavolainen

Kåsebergaåsen und Ales Stenar heißen Sie herzlich willkommen. Hoch oben auf dem Bergrücken über dem malerischen Fischerdörfchen Kåseberga befindet sich die geheimnisvolle Steinformation von Ales Stenar. In atemberaubender Lage und mit fantastischem Ausblick über die Ostsee scheint dieses Monument zwischen Himmel, Erde und Meer zu schweben.

Das faszinierende Monument besteht heute aus 59 aufgerichteten, in Schiffsform ausgelegten Steinblöcken. Mit 67 Metern Länge und 19 Metern Breite bildet Ales Stenar die größte erhaltene Schiffssetzung Schwedens. Steinsetzungen in Schiffsform wie diese stammen meist aus der Bronze- oder Eisenzeit.

Umstrittene Stätte aus der Vorzeit

Wozu das Monument Ales Stenar dienen sollte, ist ebenso umstritten wie dessen Datierung. Zu allen Zeiten standen sich verschiedene Theorien gegenüber. Aus Archäologensicht wird meist angenommen, dass es sich bei Schiffssetzungen um Grabmale oder Kultplätze handelt. Laut einer anderen möglichen Erklärung dienten Ales Stenar als Sonnenkalender. Das Monument scheint so angelegt zu sein, dass die Sonne zur Sommersonnenwende an der nordwestlichen Spitze unter- und zur Wintersonnenwende an der gegenüberliegenden Spitze aufgeht. Worin nun der Zweck auch immer ursprünglich bestand, eines lässt sich wohl mit ziemlicher Sicherheit sagen: Er war mit etwas Wesentlichem und Wichtigem im Leben der Menschen verbunden.

Archäologen und Geophysiker untersuchten die Stätte 2006 mit Georadargeräten und Magnetometern, mit denen sich unterirdisch auf verschiedenen Ebenen verborgene Konturen sichtbar machen lassen. Diesen Analysen zufolge weist die Stätte Ales Stenar wesentlich größere und komplexere Strukturen auf, als heute über der Oberfläche zu sehen sind. Unter der Erdoberfläche lassen sich Spuren mehrerer Strukturen nachweisen. Dazu gehören eine kleinere Schiffsform und eine oder mehrere runde Steinsetzungen.

Artenreiche Flora und Fauna

Auch die Natur in der Umgebung hält einige Schätze bereit. Der Bergrücken Kåsebergaåsen selbst ist ein ungewöhnliches Gebilde im Gefolge des abschmelzenden Inlandseises. Das Naturschutzgebiet um die Anhöhen von Hammar und Kåsebergaåsen beheimatet zahlreiche Arten. Die Weideflächen bieten vielen Schmetterlingsarten eine besondere, kräuterreiche Flora. Die Gegend mit ihrer außergewöhnlichen Steppenvegetation stellt außerdem ein ausgesprochenes Vogelparadies dar.