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Charlotte Berlins Museum

Charlotte Berlin's Museum. Photo: Lucas Gölén

In der Innenstadt von Ystad steht in der Dammgatan ein gelbes Vorderhaus. Laut dem schwarzen Schild über der Eingangstür befindet sich hier Charlotte Berlins Museum.

Durch die Haustür gelangt man in eine Diele, die wiederum in ein heimeliges, großes Zimmer voller Möbel und dekorativer Gegenstände führt. Über dem großen, schwarzen Klavier hängt ein Porträt der Hauseigentümerin Charlotte Berlin.

Charlotte Berlin wurde 1841 als Tochter des Amtsrichters Johan Theodor Berlin in Ystad geboren. Sie wurde auf den eindrucksvollen Namen Charlotte Josephina Euphrosyne Aurora Constantia getauft. Mit den Mitteln aus dem Nachlass ihrer Eltern erwarb Charlotte Berlin 1881 das Haus in der Dammgatan. Die treue Dienerin der Familie, Ingrid Tullberg, zog mit um. Danach lebten die beiden Damen alleine in diesem Haus.

Charlotte Berlin war eine gewitzte Geschäftsfrau, die ihr Vermögen ausgezeichnet zu verwalten verstand, indem sie es unter anderem in profitablen Aktien anlegte. Über sämtliche Ausgaben und Einnahmen, egal wie groß oder klein der Betrag, wurde sorgfältig Buch geführt. Fräulein Berlin sammelte außerdem gerne, insbesondere Uhren und Silber.

Schon früh kam sie auf die Idee, ein Museum für ihre Sammlungen einzurichten. In Charlotte Berlins endgültigem und äußerst ausführlichem Testament steht geschrieben: „All meine weitere Hinterlassenschaft beliebiger Art und Beschaffenheit soll für ein Museum in der Stadt verwendet werden, das den Namen „Fräulein Charlotte Berlins in Ystad gegründetes Museum“ tragen soll.“

Nach ihrem Tod 1916 wurde ihr Letzter Wille erfüllt und eine Stiftung mit einer Museumsleitung ins Leben gerufen. Heute erinnert das Museum an die innenarchitektonischen Ideale des späten 19. Jahrhunderts, setzt aber auch seiner aparten Eigentümerin Charlotte Berlin ein Denkmal.