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Seenotrettung Sandhammaren

Nicht weit von Sandhammarens Leuchtturm entfernt steht dieses interessante, charmante Museum zum Thema Seenotrettung. Aus der Geschichte wissen wir, dass es noch nie ganz ungefährlich war, die Südspitze Schwedens auf dem Seeweg zu umfahren. Das Meer gibt und das Meer nimmt: Das gilt tragischerweise in höchstem Maße selbst heute noch.

Zu den ersten beiden Seenotrettungsstationen in Schweden gehörten die Boots- und Raketenstation im jetzigen Mälarhusen sowie die Raketenstation in Brantevik. 1891 zog die Station von Mälarhusen nach Sandhammaren um. In diesem Jahr wurde auch der weiß verputzte Bootsschuppen errichtet. Hier waren das erste Seenotrettungsboot und der erste Bootswagen Schwedens untergebracht.

Der Seeweg um die Landspitze von Sandhammaren barg einige Gefahren, denn hier lauern Sandbänke, die ständig ihre Lage verändern. 1862 wurden zwei Leuchttürme auf Sandhammaren gebaut, woraufhin die Unglücksfälle etwas zurückgingen. Trotzdem war es zusätzlich erforderlich, die Station von Mälarhusen hierher zu verlegen. Für die Rettungsstation war das Personal des Leuchtturms zuständig, die höchste Aufsicht lag beim Leuchtturmwärter.

Das Seenotrettungsboot wurde 1855 in Kopenhagen durch den Schiffsbaumeister Ertmann Peter Bonnesen gebaut. Das Boot bot Platz für eine Besatzung aus acht Ruderern und einem Steuermann. Es wurde auf einem zehnspännigen Wagen zum Wasser gezogen und ist heute das älteste erhaltene Seenotrettungsboot Skandinaviens.

Die Rettungsstation von Sandhammaren wurde 1945 geschlossen, drei Jahre zuvor sollte das Rettungsboot zum letzten Mal zum Einsatz kommen. Am 8. Dezember geriet das finnische Schiff Ingeborg av Åborg in Seenot. Das Boot konnte wegen des hohen Seegangs gar nicht auslaufen, aber alle sieben Besatzungsmitglieder wurden dennoch mit einem an einem Seil befestigten Rettungskorb gerettet. Nach 1945 wurde die Seenotrettung von Sandhammaren nach Kåseberga verlegt.

Heute ist im Bootsschuppen ein interessantes, bezauberndes Museum eingerichtet, das von etwa Mitte April bis Anfang September geöffnet ist. In unserer Besuchsinformation auf der rechten Seite finden Sie aktualisierte Angaben.